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Fechtduell mit Muskelkater

Die faszinierende aber auch anspruchsvolle Welt des Fechtens erlebte jetzt die Sport.Klasse! 7 der Fritz-Winter-Gesamtschule. Die Schülerinnen und Schüler schafften es dabei im Sportunterricht sogar bis zum freien Fechtkampf an der elektronischen Meldeanlage.

fechten_ahlenTeamwork beim Fechten in der Fritz-Winter-Gesamtschule: Till Meßmann schiedst Lilli Reckmann im Duell mit Linus Pollmüller.

Das Sportklassen-Konzept der Fritz-Winter-Gesamtschule sieht ausdrücklich die Begegnung mit Sportarten vor, für die im normalen Unterrichtsalltag Zeit und zuweilen auch Lehrkräfte-Expertise fehlen. Ganze sieben Wochen nahm sich Matthias Marker nun Zeit für die Sport.Klasse! der Jahrgangsstufe 7. Der 49-Jährige ist freiberuflicher Fechtlehrer, trainiert Hobby- und Nachwuchssportler in Schulen und Vereinen und hat sich schon vor Jahren mit einem Geschäft in Warendorf selbstständig gemacht.

Neben der richtigen Beinarbeit lernten die Schülerinnen und Schüler bei ihm natürlich auch die Fechtsport-Ausrüstung genauer kennen. Nach Trockenübungen ging es dann bis zum freien Fechtkampf, angeschlossen an die elektronische Meldeanlage.

Anschließend gab’s für die Fecht-Eleven ein Lob vom Fechtmeister: „Es ist schön zu sehen, wie sich die Schülerinnen und Schüler vom Fechten begeistern lassen und intuitiv die Stellungen aufnehmen. Nach der ersten, zweiten Stunde waren sie voll dabei. Die Gefechte bekommen sie schon sehr gut hin.“

Auch Ines Reicke, Lehrerin der Sport.Klasse! 7, war zufrieden: „Ich bin immer wieder begeistert, wie schnell meine Klasse neue Sportarten aufnimmt und umsetzt. Fechten ist eine sehr disziplinierte Sportart, es erfordert sowohl ein hohes Maß an Koordination, als auch eine kognitive Frische.“

Von dieser Frische waren ihre Schülerinnen und Schüler am Ende ihres Fechttrainings dann aber doch zumindest körperlich entfernt, wie Lilli Reckmann berichtet: „Es hat richtig Spaß gemacht gegen die anderen zu Fechten. Vor allen Dingen mit der elektronischen Meldeanlage. Ich habe Muskelkater in den Beinen und Oberarmen gehabt.“

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IHK-Magazin Wirtschaftsspiegel (IHK- Nord Westfalen)

 

Matthias Marker bietet das komplette Fechtsortiment in Warendorf an und trainiert aktive Fechter – manchmal auch fürs Theater. (Foto: Stephan/IHK)

Marker Fechtwelt

Sport und Theater

Sein Laden ist „Service und Luxus“ für die Fechtsportgemeinde weit über die Region hinaus. Matthias Marker ist selbst aktiver Fechter, war auf Turnieren unterwegs und trainiert Hobby- und Nachwuchssportler in Schulen und Vereinen in dieser traditionsreichen und schnellen Sportart. Und jeder Fechter braucht natürlich spezielle Kleidung und eine Waffe. „Es gibt nur ganz wenige Läden in Deutschland, vieles wird online bestellt“, erzählt Marker.

Dabei sei gerade die Ausrüstung für diesen Sport eine Vertrauenssache. Vom Schuh über den Handschuh bis zur Maske und den individuellen Waffen muss alles sicherheitsgeprüft sein. Marker bietet in seiner „Fechtwelt“ das komplette Sortiment, fertigt spezielle Fechtwaffen und hat selbstverständlich auch einen Reparaturdienst. Zuvor als Berufssoldat tätig, hat sich Matthias Marker 2006 als freiberuflicher Fechtlehrer auch mit seinem Fachgeschäft selbstständig gemacht. Zunächst mit einem kleinen Ladenlokal in Münster, jetzt in einer 200 Quadratmeter großen Halle in Warendorf, die auch als Proberaum und Vertriebslager dient.

In Deutschland gibt es nach seinen Angaben nur vier Firmen, die den Sicherheitsnormen entsprechende Fechtausrüstungen herstellen, weltweit sind es eine Handvoll. „Ich bediene mit dem kompletten Sortiment Fechter bundesweit, auch in den Beneluxländern und Südskandinavien“, berichtet Marker. An den Wochenenden ist er meist mit einem mobilen Messestand auf Turnieren unterwegs. „Der Laden ist hauptsächlich für Fechtanfänger und die Eltern meiner Schüler gedacht, die sich gerne zunächst direkt informieren und ausprobieren wollen“, erläutert der Experte.

Seine Kunden sind zudem nicht nur Sportler, auch Theater und Fernsehproduktionsfirmen wissen Markers Produkte und seine Trainerfähigkeiten zu schätzen. So hat er zum Beispiel für die lettische Staatsoper die drei Musketiere im Schwertkampf beraten und beliefert. „Die speziellen Waffen baue ich mit einer bekannten Schmiede selbst zusammen“, erzählt er von seiner abwechslungsreichen Tätigkeit. Ein neuer Trend zeigt sich auch in Unternehmen: Fechten auf Firmenevents oder als Führungscoaching. 

Autor: Britta Zurstraßen

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Fechtsport als Unterrichtsinhalt

 Schulen

Wer erinnert sich nicht gerne an seine Kindheit und an die Musketiere D´Artagnan, Aramis, Porthos und Athos? Wer wollte nicht immer einmal so fechten können wie diese Musketiere? Die Schüler des 10. Jahrgangs der Sportklasse der Fritz-Winter-Gesamtschule konnten diese Kinderträume nun umsetzen.

Hierfür ist die kleine Turnhalle am Freitag für eine besondere Attraktion reserviert worden. Zuvor hatten sich die Mädchen und Jungen in den letzten Wochen im Sportunterricht mit der Sportart Fechten beschäftigt und mit ihrem Sportlehrer die Grundlagen wie die fechtspezifische Beinarbeit und den geraden Stoß erarbeitet.

Die Jugendlichen sind also für diesen Tag gut vorbereitet worden. Immer zu sechst kommen sie in den Genuss, die Waffe Degen kennenzulernen und abschließend auf zwei Bahnen auch elektrisch fechten zu können. Ermöglicht hat dieses Erlebnis Matthias Marker aus Münster, der dort ein Unternehmen für professionellen Fechtsport betreibt und ausgebildeter privater Fechtlehrer ist. Die Waffen, die Schutzkleidung bestehend aus Maske, Jacke, Brustschutz und Handschuhen sowie die Voraussetzungen für das elektrische Fechten hat er der Klasse für diesen Tag zur Verfügung gestellt.

Die Schüler haben jeweils 60 Minuten Zeit, um die Besonderheiten und Reize des Fechtsports erfahren zu können. Zu Beginn einer Trainingseinheit steht immer die Schulung der Beinarbeit durch einige Übungsformen im Vordergrund. Anschließend kommt die Waffe ins Spiel und es werden Übungen zum geraden Stoß oder zum Stoß mit dem Ausfallschritt wiederholt und geübt. Nach der Erwärmung ist es für die jungen Fechter dann richtig spannend geworden. Auf zwei aufgebauten Bahnen können nun jeweils zwei Jugendliche gegeneinander fechten.

Ein Gefecht wird bis zum fünften Treffer ausgetragen. Beim Degenfechten ist eigentlich der gesamte Körper die Trefferfläche, aber aus Materialgründen darf heute nur der Oberkörper getroffen werden. Nach anfänglicher Zurückhaltung entwickeln sich schnell gute Gefechte, bei dem jeder Schüler den Sieg davontragen möchte. Am Ende der Einheit stehen allen Schülern die Mühen und Anstrengungen des Tages ins Gesicht geschrieben, aber dennoch sind alle glücklich diese faszinierende Sportart ausgeübt haben zu können. Der einhellige Tenor der Klasse lautet: „Das wollen wir noch einmal machen!“

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